Energieintensive Schlüsselindustrien wie die Papierproduktion profitieren im Rahmen des EU-Green-Deals von Förderungen, wenn Umrüstungen nachweislich Energie einsparen. Diese Chance nutzte ein Thüringer Papierhersteller und beauftragte BNA mit dem Umbau der Ansteuerung des Vakuumsystems (Entwässerung) seiner Tissueproduktion – dem Prozessschritt, der nach der Trocknung den zweithöchsten Energieverbrauch verursacht.

Der Umbau brachte einige Herausforderungen mit sich: eine untypische 1000-V-Gleichspannungsversorgung und einen neuen, 282 kg schweren Frequenzumrichter (FU), der wegen Gewicht und Bauform eine Spezialkonstruktion für die millimetergenaue Montage im Bestandsschaltschrank erforderte. Nach Installation des FU passte BNA das Kommunikationsnetzwerk an und integrierte den FU in das bestehende SPS-Programm – in einer bei BNA bislang nicht eingesetzten Version.

In enger Zusammenarbeit mit dem Betriebspersonal vor Ort wurde das Vakuumsystem schrittweise in Betrieb genommen und nach Kundenwünschen optimiert: Aus einer zuvor starr betriebenen Pumpe samt Regelventil entstand eine flexible Steuerung mit zwei unterschiedlich regelbaren Aggregaten. Die bedarfsgerechte Drehzahlregelung der Vakuumpumpen, optimierte Druckniveaus und eine intelligente Steuerung senken Stromverbrauch und Betriebskosten deutlich.

Mit diesem Projekt leistet BNA einen messbaren Beitrag zur Energiewende und gewinnt einen neuen, zufriedenen Kunden.